
Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in Biologie (Fischereibiologie/Meeresbiologie) (w/m/d)
Das Institut für Fischereiökologie des Johann Heinrich von Thünen-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei, am Standort Bremerhaven sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt längstens befristet bis zum 31.12.2027 eine*n wissenschaftlichen Mitarbeiter*in der Fachrichtung Biologie (Fischereibiologie/Meeresbiologie) (w/m/d) in Vollzeit (zzt.39 Stunden/Woche) für das Arbeitsgebiet „Vorkommen diadromer Fischarten in deutschen Gewässern“ im Projekt „Ökologie, Verbreitung und Gefährdungsursachen von Wanderfischarten“.
Diadrome und andere wandernde Fischarten sind durch anthropogene Einflüsse in Meeres-, Küsten- und Binnengewässern besonders gefährdet und leiden unter der fehlenden Durchgängigkeit und Verbauung von Fließgewässern und Ästuaren. Zusammen mit grundsätzlichen Problemen der Gewässergüte in vielen Gebieten hat dies bereits zu einem starken Verlust von Laich- und Aufwuchshabitaten dieser Arten geführt. Als Konsequenz zeigen einige Wanderfischarten abnehmende Populationstrends, sind gemäß FFH-Richtlinie geschützt und/oder gelten gemäß Roter Liste als gefährdet und besonders schützenswert. Für viele dieser Arten fehlen grundlegende Informationen zu Bestandsituation und Populationsstruktur ebenso wie zur aktuellen Verbreitung und wichtigen Wanderrouten. Aus Mitteln eines aus dem Europäischen Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds (EMFAF) geförderten Umweltvorhabens soll eine signifikante Verbesserung der Datengrundlage von diadromen Wanderfischarten in Deutschland erreicht werden. Die geplanten Arbeiten sollen auf die Entwicklung eines dauerhaften Monitorings für ein effektives Bestandsmanagement und angepassten Artenschutz von bisher noch wenig berücksichtigten Arten hinarbeiten.
Das Arbeitsverhältnis richtet sich nach dem TVöD Bund und wird bei Erfüllung der tariflichen und persönlichen Voraussetzungen nach Entgeltgruppe 13 TVöD Bund vergütet – das entspricht einem Jahresgehalt von 62.489,15 € bis 89.579.84 € bei Vollbeschäftigung.
Ihre AufgabenIhre Aufgaben
- umfassende Literatur- und Datenrecherche zu diadromen Fischarten in Deutschland, Auswertung historischer Datensätze in verfügbaren Datenbanken und Identifizierung relevanter Daten- und Wissenslücken
- Biostatistik und Datenbankpflege
- Durchführung von Markierungsexperimenten mit akustischen Transmittern und PIT-Tags
- Durchführung von Labor-Untersuchungen (z.B. Altersbestimmung, Erhebung biometrischer Daten und Gewebeentnahmen)
- Identifizierung potentieller Verbesserungsmöglichkeiten artspezifischer Managementstrategien
- Dienstreisen zu Datenerhebung und zur Einbindung von Stakeholdern
- projektrelevante Verwaltungsaufgaben (z.B. Verfassen von Berichten, Beschaffungsaufgaben, Verfassen von Kooperations- und Datennutzungsvereinbarungen)
- Kooperation mit den Arbeitsbereichen innerhalb des Instituts sowie mit externen Partnern
Ihr ProfilIhr Profil
Ihr fachliches Profil:
- abgeschlossenes Hochschulstudium (Univ.-Diplom/M.Sc.) der Biologie, Fischereibiologie, Meeresbiologie oder verwandten qualifizierenden Studiengängen, bevorzugt mit abgeschlossener Promotion
- mehrjährige, einschlägige Berufserfahrung
- gute Kenntnisse in Datenverarbeitung, Biostatistik und Datenbankpflege
- R-Programmierkenntnisse und Erfahrung bei der Erstellung von Datenbanken sind von Vorteil
- Erfahrung im experimentellen Arbeiten mit Fischen
- Erfahrungen in der Arbeit mit Fischmarkierungen und Telemetrie sind von Vorteil
Ihr persönliches Profil:
- sehr gute Kommunikationsfähigkeit
- hohes Maß an Teamfähigkeit sowie Fähigkeit zum eigenverantwortlichen Arbeiten
- Bereitschaft zur Durchführung von Tierversuchen mit Fischen und zum Arbeiten im Feld
- Bereitschaft zu mehrtägigen Dienstreisen zur Datenerhebung, Versuchsdurchführung und/oder Arbeitstreffen
- sehr gute Deutsch- und Englisch-Kenntnisse in Wort und Schrift
- Führerschein Klasse B
Unser AngebotUnser Angebot
- Verantwortung und Sinnstiftung: verantwortungsvolle Arbeit in einem engagierten Team, Einbindung in ein dynamisches, interdisziplinär arbeitendes Forschungsinstitut und Nähe zu aktuellen politik- und praxisrelevanten Themen
- Flexibilität und Work-Life-Balance: flexible Arbeitszeitmodelle, grundsätzliche Möglichkeit der Teilzeitbeschäftigung sowie des mobilen Arbeitens und der Telearbeit, zertifizierter Arbeitgeber Audit berufundfamilie mit vielfältigen Angeboten zur Vereinbarkeit von Beruf und Lebensphasen
- Perspektive: Fortbildungsmöglichkeiten für den Aufgabenbereich und individuelle Weiterentwicklung
- Leistungen: tarifgebundenes Beschäftigungsverhältnis mit attraktiven Sozialleistungen (z. B. betriebliche Altersvorsorge, Jahreseinmalzahlung, vermögenswirksame Leistungen)
- Gesundheit: Betriebliches Gesundheitsmanagement und Vorsorgeangebote
- Mobilität: JobTicket, ÖPNV Anbindung, kostenlose Parkplätze und die Möglichkeit der Nutzung von E-Ladesäulen
Das Thünen-Institut fördert die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern und begrüßt daher ausdrücklich die Bewerbung von Frauen.
Wir leben ein diverses und weltoffenes Miteinander. Das Johann Heinrich von Thünen-Institut verpflichtet sich zur Inklusion. Bewerbungen von Menschen mit Schwerbehinderung sind daher ausdrücklich erwünscht. Diese werden im Auswahlverfahren bevorzugt berücksichtigt. Bitte fügen Sie Ihrer Bewerbung einen Nachweis über die Schwerbehinderung oder Gleichstellung bei.
Wenn Sie einen internationalen Abschluss haben, fügen Sie Ihrer Bewerbung bitte auch eine Zeugnisbewertung der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) bei. Wenn Sie noch keine Zeugnisbewertung haben, müssen Sie diese bei erfolgreicher Bewerbung beantragen. Weitere Informationen finden Sie unter https://zab.kmk.org/de/zeugnisbewertung
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Lasse Marohn (lasse.marohn@thuenen.de).
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung bis zum 21.05.2026.
