
Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in im Bereich Fischereibiologie / Meerestechnik-Umweltingenieurwissenschaften (w/m/d)
Das Institut für Ostseefischerei des Johann Heinrich von Thünen-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei, sucht am Standort Rostock zum nächstmöglichen Zeitpunkt, frühstens zum 01.07.2026 befristet bis 31.05.2030 eine*n wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in im Bereich Fischereibiologie oder Meerestechnik-/Umweltingenieurwissenschaften (w/m/d) zur Mitarbeit in den Projekten „EMFAF“ und „ECO-CATCH“. Der Stellenumfang beläuft sich bis zum 31.12.2027 auf eine Vollzeitbeschäftigung (zzt. 39 Stunden/Woche). Ab dem 01.01.2028 bis einschließlich 31.05.2030 reduziert sich der Umfang auf eine Teilzeitbeschäftigung mit 30 v.H. der regelmäßigen Arbeitszeit (zzt. 11,7 Stunden/Woche).
Das Institut für Ostseefischerei berät das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) bei der Umsetzung der Europäischen Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP), insbesondere in der Ostseeregion. Es erarbeitet die wissenschaftlichen Grundlagen für eine nachhaltige Nutzung der Fischereiressourcen. In der fischerei- und surveytechnischen Arbeitsgruppe werden Methoden entwickelt, die die Auswirkungen der Fischerei auf marine Ökosysteme auch über die Ostsee hinaus minimieren und die Meeresumwelt- und Fangdaten effizient und automatisiert erheben.
Als Stelleninhaber*in werden Sie uns dabei unterstützen, alternative Fanggeräte für die Küstenfischerei in Nord- und Ostsee zu entwickeln und zu testen. Dadurch sollen z. B. unerwünschter Beifang von Seevögeln und Seesäugern oder andere Umweltauswirkungen reduziert werden.
Die Arbeiten umfassen sowohl biologische Aspekte (z. B. Untersuchung des Verhaltens von Fischen) als auch technische Aspekte (technische Entwicklung und Erprobung von Fanggeräten). Die Arbeiten sind in die weiteren Programme des Institutes und in internationale Kooperationen und Arbeitsgruppen eingebunden.
Weitere Informationen zum Institut und zur Arbeitsgruppe finden Sie hier.
Das Arbeitsverhältnis richtet sich nach dem TVöD Bund und wird bei Erfüllung der tariflichen und persönlichen Voraussetzungen nach Entgeltgruppe 14 TVöD Bund vergütet – das entspricht einem Jahresgehalt von 67.552,94 € bis 96.285,20 €.
Ihre AufgabenIhre Aufgaben
- Review, (Weiter-)Entwicklung und Erprobung alternativer Fanggeräte für die deutsche Küstenfischerei
- Erprobungen dieser Entwicklungen auf Forschungsschiffen und kommerziellen Fischereifahrzeugen
- Projektmanagement
- Zusammenarbeit mit den ausländischen wissenschaftlichen Einrichtungen (u.a. Dänemark, Niederlande, Belgien)
- Erstellung von wissenschaftlichen Publikationen, auch in Fachzeitschriften
- Öffentlichkeitsarbeit mit Zielgruppen (z. B. Fischer*innen)
- Mitarbeit bei der Betreuung von Promotionsarbeiten
Ihr ProfilIhr Profil
- abgeschlossenes Hochschulstudium (M. Sc., Univ.-Diplom) in relevanten Bereichen, insbesondere der Fischereibiologie oder Meerestechnik-/Umweltingenieurwissenschaften mit abgeschlossener Promotion
- Publikationen in rezensierten, internationalen Zeitschriften im entsprechenden Fachgebiet
- Erfahrungen in der Durchführung von Drittmittelprojekten
- Erfahrungen im Bereich Fischerei und mit verschiedenen Fangtechniken sind notwendig, insbesondere Erfahrungen im Gebiet passive Fischerei sind erwünscht
- Erfahrungen mit der Planung und Durchführung von Versuchen auf See
- Erfahrung in angewandter interdisziplinärer und internationaler Forschung
- Fremdsprachenkenntnisse (Englisch)
- Erfahrung im Umgang mit entsprechender Software, z. B. Statistik-, Tabellenkalkulations-, Präsentations- und Textverarbeitungssoftware, Kenntnisse in der Anwendung von technischen Zeichenprogrammen und Konstruktionstechnik
- Fahrerlaubnis der Klasse B und Bereitschaft zum Führen von Dienstkraftfahrzeugen, gern Berechtigung und Erfahrung im Führen von kleinen LKW bis 7,5 t und Gespannen
- Sport- oder Motorbootführerschein See, Funkzeugnis, Nachweis zum Führen schneller Arbeitsboote oder die Bereitschaft zum Erwerb dieser Befähigungen
Ihr persönliches Profil
- selbstständige Entwicklung und Bearbeitung wissenschaftlicher und technischer Fragestellungen
- ein hohes Maß an Team- und Kommunikationsfähigkeit, Motivation, Organisationsfähigkeit und Ideenreichtum
- Kontaktfreudigkeit und eine Affinität zu fischereilichen Fragestellungen und dem Umfeld der kommerziellen Fischerei
- körperliche Befähigung für Arbeiten auf See (Seefestigkeit, Heben und Tragen von Kisten, Ausrüstung, Fischkisten etc.)
- Bereitschaft zur Teilnahme an mehrtägigen Dienst- und Seereisen und, wegen der kurzen Planungszeiten, ein hohes Maß an Flexibilität und Einsatzbereitschaft
- Seefähigkeit und Verfügbarkeit für Reisetätigkeiten (auch international)
Unser AngebotUnser Angebot
- Verantwortung und Sinnstiftung: verantwortungsvolle Arbeit in einem engagierten Team, Einbindung in ein dynamisches, interdisziplinär arbeitendes Forschungsinstitut und Nähe zu aktuellen politik- und praxisrelevanten Themen
- Flexibilität und Work-Life-Balance: flexible Arbeitszeitmodelle, grundsätzliche Möglichkeit der Teilzeitbeschäftigung sowie des mobilen Arbeitens und der Telearbeit, zertifizierter Arbeitgeber Audit berufundfamilie mit vielfältigen Angeboten zur Vereinbarkeit von Beruf und Lebensphasen
- Perspektive: Fortbildungsmöglichkeiten für den Aufgabenbereich und individuelle Weiterentwicklung
- Leistungen: tarifgebundenes Beschäftigungsverhältnis mit attraktiven Sozialleistungen (z. B. betriebliche Altersvorsorge, Jahreseinmalzahlung, vermögenswirksame Leistungen)
- Gesundheit: Betriebliches Gesundheitsmanagement und Vorsorgeangebote
- Mobilität: JobTicket, ÖPNV Anbindung, kostenlose Parkplätze und die Möglichkeit der Nutzung von E-Ladesäulen
Das Johann Heinrich von Thünen-Institut fördert die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern und begrüßt daher ausdrücklich die Bewerbung von Frauen.
Wir leben ein diverses und weltoffenes Miteinander. Das Johann Heinrich von Thünen-Institut verpflichtet sich zur Inklusion. Bewerbungen von Menschen mit Schwerbehinderung sind daher ausdrücklich erwünscht. Diese werden im Auswahlverfahren bevorzugt berücksichtigt. Bitte fügen Sie Ihrer Bewerbung einen Nachweis über die Schwerbehinderung oder Gleichstellung bei.
Bei Fragen zu den wissenschaftlichen Anforderungen etc. wenden Sie sich bitte per E-Mail oder Telefon an Dr. Daniel Stepputtis (daniel.stepputtis@thuenen.de; 0531/25701271).
Wenn Sie einen internationalen Abschluss haben, fügen Sie Ihrer Bewerbung bitte auch eine Zeugnisbewertung der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) bei. Wenn Sie noch keine Zeugnisbewertung haben, müssen Sie diese bei erfolgreicher Bewerbung beantragen. Weitere Informationen finden Sie unter https://zab.kmk.org/de/zeugnisbewertung
Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen zusammengefasst in einer einzigen PDF-Datei, einschließlich Ihres Lebenslaufs, eines Motivationsschreibens, Kopien Ihrer Zeugnisse sowie einer Publikationsliste bis zum 12.05.2026 möglichst per E-Mail an of-bewerbungen@thuenen.de.
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!
