
Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in im Bereich Forstwissenschaften (w/m/d)
- Einsatzort: Eberswalde
- Startdatum: 01.04.2026
- Organisationseinheit: Institut für Waldökosysteme (WO)
- Art der Anstellung: Teilzeit
- Bewerbungsfrist: 23.02.2026
Das Institut für Waldökosysteme des Johann Heinrich von Thünen-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei, sucht am Standort Eberswalde zum 01.04.2026 befristet bis 31.03.2028 eine*n wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in im Bereich Forstwissenschaften (w/m/d) in Teilzeit mit 25 v. H. der regelmäßigen Arbeitszeit (zzt. 9,75 Stunden/Woche) zur Mitarbeit im Projekt "Waldschutz-MODIS".
Im Rahmen eines Pilotprojekts in Brandenburg wird eine flächige, zeitliche und räumliche Analyse von Massenwechselverläufen und Schadereignissen phyllophager Kieferninsekten sowie weiterer Waldstörungen durchgeführt. Kern des Vorhabens ist die Auswertung von MODIS‑Satellitendaten (2001‑heute) zu Vegetationsindizes (EVI/NDVI) in 16‑Tage‑Kompositen, die systematisch mit bodengebundenen Messdaten der Bundeswaldinventur (BWI) und des Waldschutz‑Meldewesen verknüpft werden. Ziel ist es, Ursachen, Muster und Auswirkungen von Insekten‑ und Naturschäden zu identifizieren, ihre räumliche Differenzierung zu quantifizieren und ein Frühwarn‑ bzw. Vorhersagesystem für witterungs‑ und waldstrukturabhängige Störungen zu etablieren. Während der Projektlaufzeit verantwortet ein*e Wissenschaftler*in die zentrale Analyse. Neben der reinen Datenaufbereitung wird ein reproduzierbares R‑Skript inklusive Handbuch entwickelt, das die Methode auf weitere Satellitenmissionen übertragbar macht. Gesucht wird ein*e wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in zur Unterstützung. Die Position ist am Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde (LFE) angesiedelt, wobei ein hoher Grad an Präsenz‑ und Remote‑Arbeit gefordert wird. Der/die Stelleninhaber*in ist für die gesamte Daten‑ und Methodik‑Entwicklung, die Durchführung von Zeitreihen‑ und räumlichen Analysen sowie die enge Abstimmung mit dem Thünen‑Institut (Zugriff auf BWI‑Koordinaten) verantwortlich. Neben der wissenschaftlichen Arbeit umfasst die Rolle die Vorbereitung von Ergebnis‑Berichten, regelmäßige Projekt‑Meetings und die Sicherstellung einer lückenlosen Dokumentation des Arbeitsfortschritts.
Das Arbeitsverhältnis richtet sich nach dem TVöD Bund und wird bei Erfüllung der tariflichen und persönlichen Voraussetzungen nach Entgeltgruppe 13 TVöD Bund vergütet.
Ihre Aufgaben:Ihre Aufgaben:
- Aufbereitung aller MODIS‑Vegetations‑Index‑Datensätze (16‑Tage‑Komposite) seit 2001
- Erstellung von Jahres‑ und Anomaliekarten für EVI/NDVI sowie Ableitung von Vitalitäts‑ und Schadenssignaturen
- Abgleich und Integration von FVI‑Rasterdaten (z. B. RapidEye) und BWI‑Stichprobenpunkten für das Ground‑Truthing
- Analyse von Massenwechseln der Kieferninsekten (L. monacha, G. frutetorum, D. pini) inkl. Einflussgrößen wie Witterungs‑Extremen, Waldumbau‑Maßnahmen und Parasitoiden
- Identifikation von natürlichen vs. anthropogenen Störungen und Entwicklung von Kriterien für deren Unterscheidung
- Konzeption und Test von MODIS‑basierten Frühwarn‑Modellen für akute Schadensereignisse (z. B. Hagel)
- Programmierung und Dokumentation eines wiederverwendbaren R‑Skripts samt Metadaten‑Handbuch
- Organisation und Durchführung von Projekt‑Workshops, wissenschaftliche Berichterstellung und laufender Fortschritts‑Dokumentation
Ihr Profil:Ihr Profil:
- abgeschlossenes Hochschulstudium (M. Sc. / Univ.-Diplom / Promotion) in Forst‑, Umwelt‑ oder Geoinformatik, Fernerkundung oder ähnlichen Fachrichtungen
- mehrjährige Erfahrung an der Schnittstelle von Forstpraxis und Fernerkundung, insbesondere mit Zeitreihen‑ und Skalierungsanalysen von Satellitendaten
- fundierte Kenntnisse in der Anwendung und Interpretation von Vegetationsindizes (EVI, NDVI) sowie in der Integration von bodengestützten Messdaten (BWI, WZE, DSW2)
- Expertise in R (inkl. Paketlandschaft) und GIS (QGIS/ArcGIS) für die automatisierte Datenverarbeitung und räumliche Analysen
- Vertrautheit mit regionalen forstlichen Gegebenheiten Brandenburgs und den zugehörigen Datenbanken
- Erfahrung mit nationalen/internationalen Berichtspflichten und der Erstellung von Fach‑ und Management‑Reports
- hohe analytische Kompetenz, Eigeninitiative und Verantwortungsbewusstsein
- zuverlässige Arbeit mit sensiblen, vertraulichen Daten (BWI‑Koordinaten) erfordert Diskretion und sorgfältiges Umgangsverhalten
- Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke sind notwendig, um den intensiven Austausch mit dem LFE und dem Thünen‑Institut sicherzustellen
- Flexibilität für Präsenz‑ und Remote‑Arbeit, Reisebereitschaft nach Eberswalde sowie die Fähigkeit, komplexe wissenschaftliche Inhalte verständlich zu vermitteln, runden das Profil ab
- Motivation für forst‑ökologische Forschung und die Entwicklung praxisnaher Entscheidungshilfen ist ebenso gefragt wie eine strukturierte, ergebnisorientierte Arbeitsweise
Unsere BenefitsUnsere Benefits
Unser Angebot:Unser Angebot:
- Verantwortung und Sinnstiftung: verantwortungsvolle Arbeit in einem engagierten Team, Einbindung in ein dynamisches, interdisziplinär arbeitendes Forschungsinstitut und Nähe zu aktuellen politik- und praxisrelevanten Themen
- Flexibilität und Work-Life-Balance: flexible Arbeitszeitmodelle, grundsätzliche Möglichkeit der Teilzeitbeschäftigung sowie des mobilen Arbeitens und der Telearbeit, zertifizierter Arbeitgeber Audit berufundfamilie mit vielfältigen Angeboten zur Vereinbarkeit von Beruf und Lebensphasen
- Perspektive: Fortbildungsmöglichkeiten für den Aufgabenbereich und individuelle Weiterentwicklung
- Leistungen: tarifgebundenes Beschäftigungsverhältnis mit attraktiven Sozialleistungen (z. B. betriebliche Altersvorsorge, Jahreseinmalzahlung, vermögenswirksame Leistungen)
- Gesundheit: Betriebliches Gesundheitsmanagement und Vorsorgeangebote
- Mobilität: JobTicket, ÖPNV Anbindung, kostenlose Parkplätze und die Möglichkeit der Nutzung von E-Ladesäulen
Das Johann Heinrich von Thünen-Institut fördert die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern und begrüßt daher ausdrücklich die Bewerbung von Frauen
Wir leben ein diverses und weltoffenes Miteinander. Das Johann Heinrich von Thünen-Institut verpflichtet sich zur Inklusion. Bewerbungen von Menschen mit Schwerbehinderung sind daher ausdrücklich erwünscht. Diese werden im Auswahlverfahren bevorzugt berücksichtigt. Bitte fügen Sie Ihrer Bewerbung einen Nachweis über die Schwerbehinderung oder Gleichstellung bei.
Bei Rückfragen steht Ihnen Dr. Tanja Sanders (tanja.sanders@thuenen.de) gerne zur Verfügung.
Wenn Sie einen internationalen Abschluss haben, fügen Sie Ihrer Bewerbung bitte auch eine Zeugnisbewertung der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) bei. Wenn Sie noch keine Zeugnisbewertung haben, müssen Sie diese bei erfolgreicher Bewerbung beantragen. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.kmk.org/zab/zeugnisbewertung.html
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung bis zum 23.02.2026.
